Es muss viel gelesen werden, was niemand liest
Ausschreibungen, Verträge, Protokolle, Postfächer. Der Inhalt wäre wichtig, aber niemand hat die Zeit. Ein Agent liest alles und legt Ihnen die drei Sätze hin, auf die es ankommt.
Hildebrandt.AI · Künstliche Intelligenz
Auf der Startseite steht, dass Sie keine KI brauchen. Das stimmt meistens. Hier stehen die Fälle, in denen es anders ist.
Erst mal übersetzt
Ein Agent ist ein Mitarbeiter aus Software für genau eine Aufgabe.
Der Unterschied zu einem normalen Programm: Man beschreibt ihm die Aufgabe in normalen Sätzen, statt sie zu programmieren. Er liest, prüft, sortiert, fasst zusammen und meldet sich, wenn etwas nicht stimmt.
Deshalb kann er Dinge, die sich schlecht in Regeln fassen lassen. „Zieh aus dieser Ausschreibung die drei Punkte heraus, die für uns wichtig sind“ ist eine Anweisung, die ein Mensch versteht und ein klassisches Programm nicht.
Und genau daraus folgt die Grenze: Wo es eine klare Regel gibt, ist ein normales Programm besser. Es ist billiger, schneller und macht jedes Mal exakt dasselbe. Ein Agent ist für den Rest.
Wann es sich lohnt
Wenn Ihr Vorhaben in keinen der ersten drei passt, sparen Sie sich das Geld. Der vierte ist der häufigste.
Ausschreibungen, Verträge, Protokolle, Postfächer. Der Inhalt wäre wichtig, aber niemand hat die Zeit. Ein Agent liest alles und legt Ihnen die drei Sätze hin, auf die es ankommt.
Immer dieselben Fehler, immer dieselbe Kontrolle, und im Stress fällt sie aus. Ein Prüfer aus Software wird nicht müde und hat auch freitags um sechs noch dieselben Augen.
Wenn der Meister im Urlaub ist, steht die Hälfte still. Wo Wissen in Ordnern, Handbüchern und Mails liegt, kann man es befragbar machen, statt es immer wieder zu erklären.
Dann braucht es keine KI, sondern ein normales Programm. Das kostet einmalig weniger, läuft ohne laufende Gebühr und macht jedes Mal exakt dasselbe. Das ist der häufigste Fall, und deshalb steht auf der Startseite, was dort steht.
Beispiele
Jeder davon macht genau eine Sache. Das ist Absicht: Ein Agent, der alles kann, kann am Ende nichts richtig.
Bei jedem dieser Beispiele gilt dieselbe Regel: Der Agent bereitet vor, ein Mensch entscheidet. Er sortiert Bewerbungen vor, er sagt Ihnen nicht, wen Sie einstellen sollen.
Aus der eigenen Werkstatt
Nicht als Vorführung, sondern im Betrieb. Jeder von ihnen ist entstanden, nachdem etwas schiefgegangen war.
Drei davon sind Pflichttore: Was sie ablehnen, geht nicht hinaus. Das ist der Unterschied zwischen einem Assistenten, den man fragen kann, und einem Prüfer, an dem man vorbei muss.
Ehrlich zum Preis
Ein normales Programm kostet einmalig. Ein Agent kostet einmalig und dann bei jeder Nutzung ein bisschen.
Jedes Mal, wenn ein Agent arbeitet, läuft Rechenzeit bei einem Anbieter, und die wird abgerechnet. Bei den Beispielen oben liegt das meist im Bereich von Cent pro Vorgang, bei viel Text auch darüber. Das summiert sich, wenn ein Agent tausendmal am Tag läuft.
Deshalb wird vorher gerechnet, nicht nachher: Wie oft läuft er, wie viel Text bekommt er, was kostet das im Monat. Wenn dabei herauskommt, dass ein normales Programm reicht, bauen wir ein normales Programm.
Diese Rechnung läuft auf Ihren Namen und Ihren Zugang. Sie sehen also selbst, was anfällt, und können jederzeit abschalten.
Er bereitet vor, ein Mensch entscheidet. Das gilt besonders, wo es um Menschen geht: bei Bewerbungen, Beurteilungen und Kündigungen.
Keine Zahlung, kein Kauf, keine Überweisung. Diese Grenze gilt ohne Ausnahme, auch wenn ausdrücklich darum gebeten wird.
Was ein Kunde oder eine Behörde zu sehen bekommt, hat vorher eine Prüfung durchlaufen. Ein Agent, der ungeprüft veröffentlicht, ist ein Risiko mit Taktgeber.
Nächster Schritt
In normalen Sätzen, so wie Sie es einem neuen Mitarbeiter erklären würden. Wäre ein normales Programm günstiger, erfahren Sie das.